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März 2021 – Weiße Zähne durch Zahn­pasta?

Seit einigen Jahren gibt es im Handel spezielle Zahnpasten, die damit werben, Zähne aufhellen zu können. Doch die meisten dieser Versprechen werden nicht gehalten, wie die Stiftung Warentest bei einem Test mit 20 dieser Zahncremes herausgefunden hat.

„Whitening-Zahnpasten“ oder auch „Bleaching-Zahncremes“ enthalten gröbere, härtere oder mehr Putzkörper („Schleifkörper“, „Abrasivstoffe“) als normale Pasten. Daher können sie oberflächliche Beläge und Zahnverfärbungen etwas besser entfernen als diese, aber: Die eigentliche Zahnfarbe verändern sie nicht, da sie keine Bleichmittel enthalten, wie sie bei der eigentlichen Zahnaufhellung (Bleaching) verwendet werden.

Das bedeutet:

  • Wer nicht sowieso weiße Zähne hat, erhält sie auch nicht mit einer Whitening-Zahnpasta.
  • Nur Zähne, die tatsächlich deutliche oberflächliche Verfärbungen aufweisen, werden durch Whitening-Zahnpasten heller. Allerdings helfen hier auch ganz normale Zahncremes – aufgrund ihrer weicheren Putzkörper nur eben nicht ganz so deutlich wie Whitening-Zahnpasten.

Leider weisen nur wenige Hersteller auf den Tuben darauf hin, dass ihre Zahnpasta nur das natürliche Zahnweiß hervorbringen kann – in der Regel wird der Käufer also falsch informiert.

Auch Zahnschäden sind möglich

Die gröberen Putzkörper in den Whitening-Zahnpasten führen auch dazu, dass die Pasten mehr vom Zahnschmelz abtragen als normale Pasten und somit bei langfristiger Verwendung Zähne schädigen können. Vor allem bei empfindlichen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen können sie Schmerzen auslösen. Whitening-Zahnpasten sollte also nur bei gesunden Zähnen ohne freiliegende Zahnhälse und am besten nicht dauerhaft verwendet werden.

Fazit

Für Menschen, die sich eine hellere Zahnfarbe wünschen, sind Whitening-Zahnpasten wenig geeignet. Wenn die Zähne nur äußerlich verfärbt sind, erzielt man oft schon mit normalen Zahnpasten, gegebenenfalls auch mit einer professionellen Zahnreinigung einen gewissen aufhellenden Effekt.

 

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